21.11.2014 19:30

Schamanismus und das Märchen von Frau Holle

Obwohl der Schamanismus in Europa der Vergangenheit angehört, finden sich noch immer Spuren schamanischer Bilder und Vorstellungen. Besonders deutlich in Grimm’s Märchen von Frau Holle. Rätsch und Müller-Ebeling erklären, aus welcher mythischen Gestalt Frau Holle entstanden ist. Sie schildern warum die Goldmarie und Pechmarie auf schamanische Initationsriten zurückgehen und dass man zur Schamanin nur berufen werden kann. Anhand ihrer Begegnungen mit Schamanen aus aller Welt veranschaulichen die Referenten typische Motive der Jenseitsreise, die sich im Brunnen wiederfinden. Brot und Apfelbaum verweisen auf unsere neolithischen Ahnen, die von Jägern zu Bauern wurden – wie auch auf Prüfungen auf dem langen Weg zur anerkannten Heilerin. Wer die eigenen heimischen schamanischen Wurzeln entdecken will kommt bei diesem exemplarischen Kulturvergleich auf seine Kosten.
Grimm’s Märchen von Frau Holle ist uns aus der Kindheit bekannt. Verblüffend, dass es voller Anspielungen auf schamanische Jenseitsreisen und Erfahrungen unserer neolithischen Ahnen ist, die den Ackerbau entdeckten! Der Vortrag wirft neues Licht auf eine vertraute Geschichte.

Infos:

Vortrag mit Bildern
Fr. 21. November 2014 (19.30 Uhr)
mit Christian Rätsch und Claudia Müller-Ebeling
Ort: Shambhala, Bennogasse 8a, 1080 Wien (BG1)
Kosten: 20.-
Ohne Anmeldung!

Siehe auch Heilige Pflanzen und schamanisches Wissen in Mythen und Märchen