4.7.2014 19:30 bis 5.7.2014 18:00

Dämonisierung der Natur, Naturgeister, Kraftplätze, Verbündete

mit Christian Rätsch und Claudia Müller-Ebeling
Jeweils Freitag Vortrag: 19.30  und Samstag Seminar 10.00 bis 18.00

Natur – Sehnsucht und Dämonisierung 

VORTRAG mit Bildern, Fr., 4. Juli 2014; 19.30 Uhr
Haben wir nicht alle Sehnsucht nach der Natur? Die Einheit mit der Natur, ist was wir suchen. Aber Hand auf’s Herz – sind wir nicht ganz schön von ihr entfremdet? Die beiden Referenten geben Einblick in die wechselhafte Geschichte zwischen Mensch und Natur. Sie sensibilisieren uns für die wesentlichen Hintergründe und Wendepunkte dieser ambivalenten Beziehung zwischen Sehnsucht und Entfremdung, Idealisierung und Dämonisierung. Wir hören von Gaia und Natura, verehrten Göttinnen der Natur aus heidnischen Zeiten; von schamanischen, religiösen, wissenschaftlichen und technokratischen Vorstellungen. Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen in  schamanisch geprägten Naturvölkern beleuchten sie unsere gegenwärtige westliche Welt. Welche Positionen beziehen wir im Ringen von Naturschutzbewegung und Ausbeutung? Wie betrachten wir Wildnis und Zivilisation? Wie wirken sich globale Wirtschaft, Computer und digitale Technologie auf unsere Sinne und Naturwahrnehmung aus? Am Beispiel der bedeutsamen Kultur-, Heil- und Rauschpflanze Mohn – einst der Göttin Demeter heilig, heute als Rauschgift kriminalisiert – offenbart sich unsere von  Sehnsucht, Entfremdung und Dämonisierung geprägte Beziehung zur Natur.

Der Vortrag beleuchtet Hintergründe und Wendepunkte der ambivalenten Beziehung zwischen Mensch und Natur. Die Verehrung und Dämonisierung der Natur wird am Beispiel der bedeutsamen Kultur-, Heil- und Rauschpflanze Mohn offenkundig. Die Referenten sensibilisieren uns für die allgegenwärtige Entfremdung. Nur wenn wir erkennen worunter wir leiden suchen wir nach Wegen aus der Misere.

Die Natur zwischen Verehrung und Ausbeutung

TAGESSEMINAR, Sa., 5. Juli 2014; 10-18 Uhr
Wir sehnen uns nach der Natur. Aber was ist Natur eigentlich? Diese fundamentale Frage wurde und wird in allen Zeiten und Kulturen unterschiedlich beantwortet. In Gruppen-Rollenspielen nähern wir uns beispielhaften Überzeugungen von Naturschützern, Theologen, Romantikern, Naturwissenschaftlern und Global Playern. Diesen heutigen Positionen stellen wir schamanische Naturerfahrung und antike Naturphilosophie gegenüber. Wo treffen sich Naturwissenschaft und Mystik? In einer musikalisch untermalten Räucherreise erleben wir unsere innere Natur. An Beispielen aus der Geschichte der Kulturpflanzen und Nutztiere ergründen wir unsere wechselhaften Beziehungen zu ihnen, die von Verehrung bis Ausbeutung reichen. Wir folgen der Grenze zwischen Wildnis und Zivilisation und begegnen dabei unseren Wünschen und Ängsten. Was können wir aus der Geschichte lernen, um zur notwendigen Balance zwischen Natur und Kultur und einem Zugang zur beseelten Natur zu finden?

Wir sehnen uns nach Einklang mit der Natur weil wir unter der zunehmenden Entfremdung leiden. Sinnliche Erfahrungen stehen deshalb im Mittelpunkt des Seminars. Wir ergründen unsere Sehnsüchte und Ängste mit Hilfe von Musik und Räucherstoffen und begegnen unserer inneren Natur.

Ort: Shambhala, 1080, Bennogasse 8a
Kosten: Vortrag € 20,- (ohne Anmeldung), Tagesseminar € 100,- (Frühbucher bis 20.7 2014.), danach €115,-

Achtung Spezial:
Pflanzen und Mythen der Schamanen

16.-20.7.2014, Windischgarsten, mit Dr. Wolf-Dieter Storl, Dr. Claudia Müller-Ebeling und Dr. Christian Rätsch

 


Anmeldung

Für dieses Seminar können Sie sich auf der Website von Shambhala anmelden. Sie akzeptieren damit die Anmeldebedingungen der Wilderness Schule.

Zur Anmeldung