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Deepening our Relationship with Nature – Spezialseminar mit Meredith Little
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Corona Krise

Corona Krise – Ein Übergang zu mehr Immunität und Resilienz?

von Claudia R. Pichl

Mein letzter Frühlings Newsletter am 19. März stand ganz am Anfang dieses vielleicht großen Übergangs – ein Virus breitet sich aus weltweit, diverse Schutz-Reaktionen der Verantwortlichen in der Politik, gravierende Auswirkungen auf unser aller Leben, in vielen (besonders auch den ärmeren) Ländern Infektionsraten, die teilweise die Gesundheitssysteme überfordern …

Eine Krise als ‚Einbruch des Unerwarteten’: (1)

Etwas Unerwartetes kann ein System überfordern, das ausgerichtet ist auf den Umgang mit dem Erwarteten (wir Menschen haben Gewohnheiten, die Gesellschaft ihre Strukturen, die Medizin ihre Medizinen und Routinen, die Weltwirtschaft ihre regelnden Mechanismen etc.) – ausser: das System hat zusätzlich zu seinen den Zustand erhaltenden, für alltägliche Ablaufe wichtigen Regelmechanismen auch noch eine hohe Resilienz oder Immunität!

Resilienz ist ein Begriff, der besonders in der Psychologie zunehmend Bedeutung gefunden hat – er bedeutet dort psychische Widerstandskraft oder die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Es ist die Fähigkeit, mit dem Einbruch des Unerwarteten zu tanzen, hellwach zu sein, nicht zu erstarren im Alten, sondern inmitten der vielen Gefühle mein flexibles Zentrum, die innere Zeugin zu bewahren. Wobei die Gefühle selbst ein Zeichen der Lebendigkeit sind, sie können von einer Angst vor Verlust oder vor Überflutung, Wut über das Unkontrollierbare, Überforderung bis hin zur Trauer über die Vergänglichkeit gehen. Die Gefühle gilt es zuzulassen, bewusst wahr zu nehmen und im Tanz von Altem und Neuem zu erlauben, bis sich irgendwann neue Strukturen bilden. Interessanterweise haben jene Menschen eine hohe Resilienz, die in ihrer frühen Entwicklung unterstützt wurden durch Verbundenheit, durch sog. co-regulierende Beziehungen, ein gutes Miteinander schwingen. Sie wenden sich auch in krisenhaften Situationen eher den anderen Menschen zu, regulieren sich und die Krise im Vertrauen auf Verbundenheit und Gemeinsamkeit, während Menschen mit niedrigerer Resilienz mehr in die Schutzsuche gehen, sie sind zu Überlebenskünstlern geworden(2)

Der Begriff der Resilienz macht aber auch in zahlreichen anderen Lebensbereichen Sinn (3) und findet auch heute inmitten von Corona hier und dort an die Oberfläche des gesellschaftlichen Diskurses: Was wäre eine resiliente Wirtschaft (4), eine resiliente Gesellschaft, eine resiliente Demokratie, ein resilientes Gesundheitssystem, eine resiliente Welt? Einer meiner derzeitigen Favoriten in diesem großen vernetzten und zukunftsfähigen Denken ist Charles Eisenstein – sein Text zu ‚Corona als Krönung‘ ist das Beste was ich diesbezüglich im Moment kenne. Er betont auch die Verbundenheit (im Unterschied zu der in unserer Gesellschaft und Zivilisation vorherrschenden Getrenntheit) als neue Entwicklungschance – Verbundenheit mit dem ganzen Planeten, mit allen Menschen und allen Wesen; es gilt nicht nur zu überleben, sondern miteinander weiter gut zu leben, und die Mittel dafür hätten wir allemal.(5)
Im Medizinischen wäre ein Mensch mit hoher Resilienz einer mit hoher Immunität, auch hier kommen ganzheitliche Einsichten an die Oberfläche unseres Diskurses (6): Ein starkes Immunsystem verringert die Turbulenz, die z.B. ein Virus beim ‚Wirt‘ Mensch verursachen kann. Die isolierte Betrachtung eines Virus und eines Impfstoffes mag uns vor diesem einen schützen, aber es macht uns nicht insgesamt resilienter …

Ursprünglich war Immunität auch ein gesamtgesellschaftlicher Begriff – die alte Resilienz sozusagen: Unsere Urahn*innen hatten ihre eigene eben ganzheitliche und verbundene Konzeption vom menschlichen Immunsystem. (7) Im Medizinrad der 4 Schilde z.B. ist der Körper nur eines der Schilde neben Psyche, Geist und Seele – alle 4 sind anfällig für Krankheit, oder eben: sie sind gemeinsam in guter Verbundenheit immun gegenüber herein brechenden Krisen. Dasselbe gilt für die 4 Aspekte von Beziehung in den 4 Schilden: Alleinsein, zu Zweit sein (Intimität), in einer Gemeinschaft sein und Aufgehoben in einem Größeren sein – gibt es in den einzelnen Bereichen und im Zusammenspiel hohe Immunität, so können wir diesen Tanz mit dem Einbruch des Unerwarteten ‚resilient tanzen‘ …

Der Tanz der Resilienz (8)

Was bedeutet nun Resilienz mitten in der Krise?

Mittendrin in einem krisenhaften Übergang gibt es eine Phase der besonderen Herausforderung, die ’Schwellenzeit’ (9): Vieles ist nicht mehr wie vorher, Verwirrung, Nichtwissen, Pausetaste, scheinbarer Stillstand, Kontrollverlust … Das Neue ist noch nicht da. Hier sind wir gefordert, diese mit Umbrüchen natürlicherweise verbundenen Unsicherheiten und Ängste zuerst mal aushalten zu können; den vielleicht unerträglich verwirrenden, vielleicht schmerzhaft leeren, vielleicht beunruhigend vollgestopften Raum und Rahmen halten zu können; ja eben mit allen Gefühlen, nicht erstarrend ob der Größe und Unberechenbarkeit der Ereignisse; sondern lebendig bleibend oder immer wieder zur Lebendigkeit findend …

Insofern hat uns der ’shutdown’, die Vollbremsung des Gewohnten quasi in diese Phase der Prüfung der Heldin und des Helden rein katapultiert – denn eine Held*innenreise ist schon lange draus geworden. Nicht nur für die unbestreitbaren Held*innen in den systemerhaltenden Bereichen (Gesundheitssystem, Lebensmittelhandel, aber auch z.B. in der Politik und unterstützenden Verwaltung). Jede/r von uns ist/war während Corona auf so einer Heldinnenreise – welchen Dämon*innen bist du begegnet? was haben sie in dir bewirkt? was hat dich durch gebracht, wie hast du dir deine Lebendigkeit bewahrt oder besser: immer wieder neu gefunden?

Aber nicht nur individuell waren/sind wir alle Held*innen: Auch in unseren Gemeinschaften sind aus der Krise so viel schöne und berührende Projekte entstanden inmitten und zwischen den alten heruntergefahrenen in Vollbremsung befindlichen Gewohnheiten: Fremden helfen, die Hilfe brauchen, miteinander singen in den Straßen oder reden am Gartenzaun, wenn schon körperlich näher kommen nicht geht, kreative Wege finden miteinander zu sein oder auch kreative Wege doch Geld zu verdienen u.v.a.m.

Dieses Zurückfinden zu einem neuen Wir und Miteinander, einer Verbundenheit inmitten der Isolation und verordneten Getrenntheit ist zugleich ein Spiegel für und auch ein Weg aus den ungleichen Möglichkeiten, resilient zu sein. Nicht jede/r kann die Krise in der beschriebenen Form nutzen, manchmal müssen die Held*innen einfach um’s pure Überleben kämpfen, weil das Geld nicht reicht oder agieren wie wild die alten Muster aus, weil die Verbindung nach innen zum Vertrauen in Verbundenheit fehlt. Die über den Zaun oder über den Konflikt hinweg gereichte Hand kann hier eine Ressource sein, die die/der dort drüben nie hatte… Irgend etwas in vielen von uns hat sich in dieser Krise geweigert, nur ums Überleben zu kämpfen, irgend etwas Heiles/Gesundes in unserem Organismus hat sich mutig rausgewagt in die Verbundenheit (mit Schutzmaske und Abstand, so machen wir das:) und Wege gefunden, in der Fülle und Schönheit und Kreativität der Lebendigkeit zu bleiben, während wir uns auch schützen.

Wege aus der Krise – wie wäre es mit einem dauerhaften Anstieg an Resilienz?

Möglicher- oder idealerweise hat der Übergangs-Tanz ‚auf der Stelle/im shutdown/im Zwischenreich/in der Schwellenzeit‘ dann eben auch wie kleine Pflänzchen diese neuen inneren Freiheiten entstehen lassen und auch neue oder nur vergessene Fragen gebracht: Was ist wirklich wesentlich in meinem/unserem Leben? Wie will ich/wollen wir nachher wirklich leben? Angesichts von vielen Toten, die diese Krise bringt, den Gedanken zulassen: Das hätte mein Ende sein können (eine Möglichkeit, die aufwachen lässt) – wie will ich vor meinem Ende, das früher oder später kommen wird, gelebt haben? Gerade nicht den Tod tabuisierend sondern ihm ins Auge schauend, während wir versuchen, Leben zu retten und zu erhalten… Das ist kein Widerspruch. Der Tod als großer Transformator: Wenn das Leben TATSÄCHLICH vergänglich ist und wir das nicht mehr verdrängen – wie wollen wir dann dieses Leben leben?(10) 

Auch auf die Gesellschaft bezogen: Was an unserem Wirtschafts- und Gesellschaftssystem bedarf dringender Erneuerung? Warum sind die ärmeren Länder und Menschen dem Virus (oder auch den shutdowns) noch mehr ausgeliefert als wir, wo ist unsere Mitverantwortung? Woran kranken die Systeme (schon länger)?

Wie in jedem bewusst gelebten Übergang ist die Krise eine Chance für Erneuerung:
Bewusst … in Bezug auf meinen Seelenweg,
bewusst … über das was wir als Gemeinschaft (im Kleinen und im Großen) für uns wollen.

Und auch bewusst und achtsam in der Auseinandersetzung mit Menschen und Institutionen, die anders denken als ich/wir … Gerade das letzte vermisse ich derzeit oft schmerzhaft: Ich sehe weniger oft Angst vor dem Virus als Angst vor einer mutigen Auseinandersetzung mit jenen, die anders denken als ich/wir, andere Erklärungen haben, andere Lösungsideen. Wechselseitige Attacken oder auch ‚Nitamol ignorieren’… Wir verhalten uns dabei aggressiv wie das Virus. Das wird nicht die Lösung sein: Gemeinschaft birgt Wissensreichtum – wenn wir andere, auch andere wissenschaftliche Meinungen gelten lassen und uns dafür interessieren, uns ihnen zuwenden anstatt uns in einer automatischen Schutzhaltung abzugrenzen; wenn wir Kritik üben auf eine Art, die es dem Gegenüber leichter macht, sie zu hören und vielleicht anzunehmen … Diese Verbundenheit würde uns mit Sicherheit weiterbringen.

Let’s practice to truely and courageously connect and communicate with each other – im ganz Kleinen wie im ganz Großen, so bauen wir auf der Kommunikationsebene schon mal Resilienz in einer Zeit, wo auf anderen Ebenen noch Gefahr und Krise und Getrenntheit und Zuflucht zu Isolation vorherrscht. Ja das braucht Mut – wie immer, wenn’s besonders schwierig, aber eben auch besonders notwendig ist.

Danke fürs mir bis hierher folgen. Die Heldin in mir hat sich rausgelehnt und ihre Gedanken geäußert:)


1) Geseko von Lüpcke: Der Einbruch des Unerwarteten – Warum wir durch Krisen wachsen, CD könnt ihr hier bestellen.

2) Deb Dana: Die Polyvagal-Theorie in der Therapie, Den Rhythmus der Regulation nutzen (G.P.Probst, 2019), S.20ff

3) Resilienz (von lateinisch resilire „zurückspringen, abprallen“) steht für:

  • Resilienz (Ingenieurwissenschaften), Fähigkeit von technischen Systemen, bei einem Teilausfall nicht vollständig zu versagen
  • Resilienz (Energiewirtschaft), Ausfallsicherheit in der Energieversorgung
  • Resilienz (Ökosystem), Fähigkeit eines Ökosystems, nach einer Störung zum Ausgangszustand zurückzukehren
  • Resilienz (Psychologie), psychische Widerstandsfähigkeit
  • Resilienz (Soziologie), Fähigkeit von Gesellschaften, externe Störungen zu verkraften
  • Resilienz (Zahnmedizin), Nachgiebigkeit der Mundschleimhaut bei Belastung
  • Resilienz-Management, systemische Widerstandsfähigkeit von Unternehmen gegenüber Störungen

4) Angela Köppl/Margit Schratzenstaller/Stefan Schleicher/Karl Steininger, Gemeinsam gegen Corona und für das Klima, DerStandard, 17.4.2020

5) Charles Eisenstein, Die Krönung, April 2020, sowie ders., Klima, Eine neue Perspektive, (Europeverlag, 2018)

6) Uta Santos-König, Virus, Wirt und Wissenschaft, April 2020 

7) Steven Foster/Meredith Little, Die Vier Schilde, Initiationen durch die Jahreszeiten der menschlichen Natur (Arun, 2000), S 38ff

8) Tatsächlich tanzen wir z.B. in Open Floor Momente Practice bewusst raus und rein aus der Resilienz, lernen über Bewegungen die Ressourcen der Resilienz in uns zu stärken.

9) Franz P. Redl, Übergangsrituale, Drachenverlag, 2009, S 38ff

10) Meredith Little/Scott Eberle, Leben und Sterben – Sterben lernen um zu leben, in: Franz P. Redl, Übergangsrituale, Drachenverlag, 2009, S 165ff

Einige Specials & Literatur

Specials

Wilderness goes online!
Zeit zum nach Innen Lauschen – Erneuerung inmitten der Krise
Claudia R. Pichl, Gabriele Höfinger, Sarah Mitternacht & das Team der Wilderness LehrerInnen; Fr. 10. April (17.00 – 19.00 Uhr) & Sa. 11. April (17.00 – 19.00 Uhr)

Visionssuche Kärnten
Claudia R. Pichl, Gerhard Hajny und Team; So. 26.07. (15.00 Uhr) bis Mi. 05.08.2020 (12.00 Uhr)

Visionssuche für junge Erwachsene von 18-27
Into the Wild, into My Life!
Gabriele Höfinger & Alfred Kwasny; Fr. 31.07. (14.00 Uhr) bis So. 09.08.2020 (14.00 Uhr)

Visionssuche Steiermark
Andreas Vierling, Waltraud Georgiades & AssistentInnen; Di. 18.08. (12.00 Uhr) bis Fr. 28.08.2020 (13.00 Uhr)


Besondere Literatur

  • „Räder des Lebens“ von mehr als 15 namhaften AutorenInnen
  • „Im Banne der sinnlichen Natur“ von David Abram
  • „Der Brunnen d. Erinnerung“ von Ralph Metzner, dt. Übersetzung – wieder erhältlich!
  • „Alles fühlt“von Andreas Weber
  • „Übergangsrituale“ von Franz P. Redl
  • „Daoismus und Schamanismus“ von Franz P. Redl
  • „The School of Lost Borders: A Love Story“ von Meredith Little
  • „Spiritualität“ von Harald Walach
  • und einige neue Artikel findet ihr in der Mediathek – auch Audio files!
  • eine berührende DVD: „Griefwalker“ über Stephen Jenkinson als Begleiter von Sterbenden – „not success. not growth. not happiness. the gradle of your love of life … is death“

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What if the Virus is the Medicine?

By Jonathan Hadas Edwards & Julia Hartsell

The emerging pandemic is already a watershed of the early 21st century: things won’t ever be the same. Yet for all that the havoc that the virus is wreaking, directly and indirectly, it may also be part of the bitter medicine the global body needs.

How could adding another crisis to an already crisis-ridden planet possibly be medicinal?

Before we explore that question, we want to be clear: our intent is not to downplay the severity or minimize the importance of lives lost to this disease. Behind the mortality figures lie very real pain and grief, and these numbers, often discussed so casually, are personal, representing the potential loss of our parents, elders, teachers, dance companions, grandmothers or immune-compromised friends. Already, our hearts are breaking for the physical distance with our aging parents until we know if we’re infected. There’s not only a risk of losing beloveds in this time, but having to do so from afar. Our hearts are breaking for those who may die or suffer alone, without the touch of their loved ones. We honor death as a sacred passage, but we do not minimize death, suffering or sickness in the slightest. We pray that each one who transitions from this virus (as from the many other deadly diseases, accidents, overdoses, murders, suicides, mass shootings, and on and on) be met with on the other side by unexpected blessing, connection, peace.

Neither are the economic implications to be taken lightly. Many in this country have already seen massive impact, and the recession has only begun. As always, those closest to the edge will be hit hardest. For some, a month sequestered in beauty could be a vacation. Others have a few months before financial panic sets in. And for others living paycheck to paycheck or gig to gig, there is a great immediacy of struggle. The economic ‘side effects’ of this coronavirus could be catastrophic.

And yet.

For many in our world, the pre-coronavirus status quo was already catastrophic. Many are facing an imminent end to their world–indeed, for many species and many peoples, the world has already ended. We are in the midst of a crisis of unprecedented magnitude: the choice for humanity is change or die. No one said change would be easy. (Neither is dying.) And incremental change is not enough. It will take radical change to shift our current, calamitous trajectory away from massive environmental devastation, famine, energy crises, war & refugee crises, increasingly authoritarian regimes and escalating inequalities.

The world we know is dying. What is unsustainable cannot persist, by definition, and we are starting to see this play out.

What hope is there, then? There is the hope that breakdown will become, or coexist with, breakthrough. There is the hope that what is dying is the caterpillar of immature humanity in order that the metamorphosis yields a stunning emergence. That whatever survives this collective initiation process will be truer, more heart-connected, resilient and generative.

We are entering the chrysalis. There’s no instruction manual for what happens next. But we can learn some things from observing nature (thank you Megan Toben for some of this biological info). For one thing, the chrysalis stage is preceded by a feeding frenzy in which the caterpillar massively overconsumes (sound familiar? We’ve been there for decades). Then its tissues melt into a virtually undifferentiated goo. What remain separate are so-called imaginal cells, which link together and become the template from which the goo reorganizes itself into a butterfly. Does the caterpillar overconsume strategically, or out of blind instinct? Does it know what’s coming and trust in the process, or does it feel like it’s dying? We don’t know. It’s natural to resist radical, painful change. But ultimately there’s little choice but to surrender to it. We can practice welcoming the circumstances that force us away from dysfunctional old patterns, be they economic or personal. We have that opportunity now.

Let’s return to a crucial word, initiation. On an individual level, initiations are those processes or rituals by which one reaches a new state of being and corresponding social status: from girl to woman, from layperson to clergy, and so on. Initiations can be deliberate or spontaneous, as in the case of the archetypal shamanic initiation, which comes by way of a healing crisis. To paraphrase Michael Meade, initiations are events that pull us deeper into life than we would otherwise go. They vary widely from culture to culture and individual to individual, but two characteristics they share are intensity and transformation. They bring us face to face with life and with death; they always involve an element of dying or shedding so that the new can be born.

Most all of us have undergone initiations of one sort of another, from the death of a parent to the birth of a child. Many have experienced initiation in the form of a crisis or trial by fire. Those of us who have gone through more deliberate, ritualized forms of initiation can state unequivocally: the process is not fun, comfortable or predictable. You may well feel like you’re going nuts. You may not know who you are anymore. You don’t get to choose which parts of you die, or even to know ahead of time. One of the overriding feelings is of uncertainty: you don’t know where you’re going, only that there’s no going back. And there’s no way of knowing how long the transformation will take. It can help to remember that the initiatory chrysalis phase is a sacred time, set apart from normal life.That it has its own demands and its own logic. That it cannot be rushed, only surrendered to. That it may be painful, but also, ultimately, healing.

Imagine what happens when an entire society finds itself in the midst of a critical initiation. Except you don’t have to imagine: it’s already happening, or starting to. It looks like chaos, a meltdown. We’re in a moment of collective, global-level crisis and uncertainty that has little precedent in living memory. The economic machine–the source of our financial needs and also a system that profits from disease, divorce, crime and tragedy–is faced with a dramatic slow-down. We are all facing the cessation of non-essential activities. There is opportunity here, if we claim it.

This is a sacred time.

However, unlike a traditional rite of passage ceremony, there’s no priest or elder with wisdom born of experience holding the ritual container, tracking everything seen and unseen. Instead, all at once there are millions of personal quests inside one enormous initiatory chrysalis. And yet, look closely: amid the goo, you may start to notice imaginal cells appearing. Pockets of people who are aligned with something they may not fully understand, in receipt of a vision or pieces of one, beaming out their signal to say: let’s try something different.

This is an opportunity to loosen our grip on old and familiar ways. Those ways worked for as long as they did, and they got us here, for better and for worse. They seem unlikely to carry us much further. What if we’re instead being asked to feel our way forward, from the heart, without benefit of certainty–which, when concentrated, quickly becomes toxic? No one has all the answers in this or any other time. Right now the questions may be more valuable.

What if we honor this time with sacred respect?

What if we take the time to listen for the boundaries and limits of our Earth mother?

What is truly important?

How can we receive the bitter medicine of the moment deep into our cells and let it align us with latent possibility?

How can we, with the support of the unseen, serve as midwives to all that is dying here and all that is being born?

With these questions resounding, let us s l o w d o w n and listen. For echo back from the unseen, for whisperings from the depths of our souls and from the heart of the mystery that–no less so in times of crisis–embraces us all.

(Heartward Sanctuary, 14.03.2020)