Portrait Alfred Kwasny

Seit wann begleitet dich die Arbeit im Spiegel der Natur und im Medizinrad? Warum interessiert dich diese Arbeit, warum findest du sie wertvoll?

Ich war schon immer gerne draußen und die Natur für mich die große Ressource, ein Ort Zugehörigkeit zu erfahren und auch gleichzeitig der Spiegel für alle inneren Themen und Prozesse. Vor ca. 7 Jahren hat mich die Wilderness Arbeit gefunden und gleich begeistert. Meine Ausbildung hab ich in den Jahren darauf bei Claudia und Franz gemacht. Das Wesentliche an dieser Arbeit ist für mich, dass sie hilft uns wieder als Natur zu begreifen und damit der Illusion der Trennung, die gleichermaßen schädlich für uns individuell und für diesen Planeten ist , eine sehr lebendige Vision entgegenstellt. Im großen Gewebe des Lebens hat alles seinen Platz, ist willkommen und hat in dieser Bezogenheit Sinn und Bedeutung. Das Medizinrad legt dazu eine Landkarte aus auf der wir uns mit allen unseren Themen, Qualitäten und Schatten verorten können und hilft eine lebendige Sprache zu finden, die die Seele berührt. Wo wir als Individuen und als Kollektiv feststecken, lehrt uns die Kunst der zyklischen Übergänge, des Lebens und Sterbens, wie wir Wege aus Krisen finden können und echten Wandel ermöglichen.

Was machst du in der Shambhala Wilderness Schule?

In der Wilderness Schule biete ich gemeinsam mit Gabriele Höfinger Begleitung und Übergangsrituale für junge Menschen in der wilden Zeit des Übergangs zur/zum jungen Erwachsenen: Meine wilde Zeit? für Jugendliche von 12 bis 15 und heuer auch Spread your Wings (14 bis 17 Jahre) im Sommer in Istrien, bei dem wir eine Vielzahl kreativer Methoden zu einer kraftvollen Wandlungsreise in der Natur verbinden. Besonders freuen wir uns auch wieder auf das große Übergangsritual der Visionssuche für junge Erwachsene und heuer erstmalig auf Moving My Wild Nature, wo wir unsere gemeinsame Leidenschaft, den Tanz, mit der Wilderness Arbeit zu einer bewegten initiatorischen Reise verweben.

Wenn du gerade mal nicht diese Arbeit machst, was machst du dann?

Außerhalb der Schule, aber in vielerlei Hinsicht verwandt, begleite ich mit Freude Männer und Burschen auf ihrem Weg der Initiation. Außerdem bin ich als Bewährungshelfer tätig und mache gewaltpräventive Arbeit an Schulen.

Besonders wichtig ist mir die wertvolle Zeit mit meiner Familie. Ich liebe es zu tanzen, musizieren, improvisieren, draußen unterwegs zu sein und mich von Geschichten und der Vielfalt des Lebens berühren zu lassen.