Jahreszeitliche Rituale

Leitung von Jahreszeitlichen Ritualen

2-3 jährige Ausbildung

Aus- und Fortbildung für Interessierte an Ritualen, TherapeutInnen, in helfenden und sozialen Berufen Tätige, ErlebnispädagogInnen u.a.

Diese neue Ausbildung beginnt mit einer 2-jährigen vor allem persönlichen Lehrzeit (Schwerpunkt: Jahreszeitliche Rituale/Ceremonies und Naturübungen) und einem weiteren Jahr Hintergrundwissen und Praxis für die Leitung und Begleitung von Jahreszeitlichen Übergangsritualen und Naturübungen. Voraussetzung ist die Teilnahme an mind. einem Ceremonies Seminar, und wir empfehlen während der Ausbildung die Teilnahme am großen Übergangsritual der Visionssuche.

 „Und ein Ende machen heißt einen Anfang machen. Das Ende ist unser Ausgang.“

T. S. Elliot, Little Gidding

Rituale sind Toröffner, um den stetigen Wandel des Menschseins bewusst zu gestalten.

Der Schwerpunkt im 1. Abschnitt (ca. 2 Jahre) liegt auf der persönlichen Erfahrungsebene mit dem begleitenden Blickwinkel auf die dahinter liegenden Methoden.

„Übergänge sind oft schmerzhaft, da sie nicht in einem einzigen konkreten und zeitlich raschen Schritt durchlaufen  werden können. Menschen beschreiben den Zustand des Übergangs oft, als ob sie zwischen zwei Stühlen sitzen oder sich in einem Niemandsland befinden würden. Der alte Zustand mit all seinen Prägungen, Mustern und Verhaltensweisen ist noch nicht vollkommen gelöst. Der neue Zustand, die neue Ebene, der neue Status ist schon greifbar und zu erahnen, aber er kann  noch nicht gelebt werden. Es fehlt noch dieser Zwischenschritt, diese Liminalzeit, wo sich Altes lösen kann und sich das Neue erst in den Körper hinein verwirklicht. Und genau da helfen Übergangsrituale und bieten durch die Träume und Symbole, die in der Schwellenzeit und in tiefgehenden Naturerfahrungen empfangen werden können, die Möglichkeit, Altes gehen zu lassen und den Mut zu sammeln, in die neue Lebensphase, die neue Aufgabe hineinzuwachsen“.

aus Übergangsrituale, Franz P. Redl

Im 2. Abschnitt (ca. 1 Jahr) geht es vermehrt um die Aneignung von professionellen Kompetenzen im Leiten und Begleiten von jahreszeitlichen Gruppen- und Einzelritualen.  Ein Praxisprojekt inklusiver einer kurzen Grundlagenarbeit bereiten jede/n TeilnehmerIn auf die eigene Praxis  vor.

In den Supervisionen werden wir uns vor allem der Vertiefung des „Handwerkzeugs“ von Ritualen widmen.

Methoden sind verschiedene Formen der Gestaltung von Übergangsritualen mit Hilfe von Musik, Ausdruck, Rituellem Tun, Tanz, Rituellem Theater, Tranceinduzierenden Methoden, sowie der Spiegel der Natur und der 4 Schilde. Wie sprechen die Symbole und BotschafterInnen der verschiedenen Welten zu jedem von uns?

Diese Ausbildung über ca. 3 Jahre soll zu einer professionellen Leitung und Begleitung von Übergangsritualen für  Seminare und  für Einzelbegleitung befähigen.

Wir stellen eine Teilnahmebestätigung über die Inhalte und Stunden aus.

Literatur: Übergangsrituale von Franz P. Redl u.a.

 

Struktur der Ausbildung

1. Abschnitt, (ca. 2 Jahre)

  • 4 Ceremonies Seminare mit Claudia und Franz, NÖ, OÖ, je 2,5 Tage, insgesamt 10 Tage
  • Ceremonies4 oder 5 mit Claudia und Franz, NÖ, 4,5 Tage, jeweils alle 3 Jahre
  • Reise der Vier Schilde mit Franz, Kärnten, 6 Tage, alle 2 Jahre
  • 2 Trainee Wochenenden in Wien, jedes Jahr mit Spezialthemen (Spiegeln, Naturerfahrungen, Vier Schilde, Confirmation, Einzelarbeit im Rad) mit Claudia und Franz
  • 6 Supervisionen mit Franz oder Claudia , je 1,5 Stunden
  • plus mindestens 2 Wahlfächer
  • Nachbesprechungen nach jedem Seminar
  • Teilnahme an der Peergruppe

2. Abschnitt, (ca. 1 Jahr) :

  • Die Kunst des Spiegelns mit Tieren und Archetypen sowie andere Spiegelseminare mit Franz, Claudia u.a. ; mindestens 4 Tage oder mehr
  • Ceremonies4 oder 5, je nachdem welches im 1.Abschnitt besucht wurde, mit Claudia und Franz, NÖ, jeweils alle 3 Jahre
  • Psychologische Grundlagen mit Claudia u.a.  (mind. 4 Tage, z.b.: IBP Selbsterfahrungsseminare, u.a. Wien)
  • 1 Trainee Wochenende mit Claudia und Franz, Wien
  • 2 Assistenzen bei Ceremonies Seminare
  • 3 Supervisionen für das Praxis Abschlussprojekt „Übergangsrituale“ mit Franz
  • plus mindestens 2 Wahlfächer und die Teilnahme an einer  Visionssuche als Option
  • Nachbesprechung nach jedem Seminar
  • Peergruppe

Liste der Wahlfächer: siehe Details bei der 2-4 jährigen Ausbildung  für Visionssuche. Wir empfehlen für diesen Lehrgang folgende Seminare besonders: Pflanzen und Rituale, Schwitzhütte, ein bis zwei zusätzliche Trainee Wochenenden mit Claudia und Franz, Theorieseminar mit Sylvia und Geseko, Spezialseminare wie Daoismus und Schamanismus u.a.

Kosten

1. Abschnitt: 2440,- (ohne Wahlfächer); Anzahlung 840,-, Rest auf 2 Raten von je 800,-; (bedeutet eine ca. 10% Reduktion im Vergleich zu den Einzelpreisen)

2. Abschnitt: Der 2. Abschnitt ist bei den Seminaren einzeln zu bezahlen und kommt auf etwa 1900,- (ohne Wahlfächer)

Bei den Wahlfächern ist mit Kosten von 70.- bis 90.-/Tag zu rechnen plus die VP bei Zentren.

Einstieg
Immer im Frühjahr  möglich.

Information und Anmeldung
bei Franz oder Claudia direkt per email und mit einem persönlichem Gespräch

PDF Download: Wilderness Ausbildungen

„Verschiedene Psychologen wie C. G. Jung halten aktive Imagination, Träume, Symbole, Kunst, kreativen Ausdruck und auch Rituale für bestens geeignet, die „transzendente“ Funktion zu aktivieren, d.h., alle verschiedenen Prägungen, die neurologisch in uns vorhanden sind, zu verbinden. Das bedeutet, einige Rituale und Zeremonien dienen auch dazu, alle Teile des Gehirns zu integrieren. Rituale bieten deshalb die Möglichkeit, dass wir uns mit unbewussten Gedankeninhalten, Prägungen und Gewohnheiten verbinden und sie so im Bewusstsein auftauchen lassen, um dort die manchmal auch sehr unangenehmen, verdrängten Schatten an die Oberfläche kommen zu lassen. Psychologen warnen immer wieder davor, diese unbewussten Inhalte bei Ritualen nur Schritt für Schritt auftauchen zu lassen, damit es nicht zu einer Überforderung der Psyche und des Geistes der Teilnehmer kommt. In früheren Traditionen und Gesellschaften war nicht nur der Ritualleiter in diesem Sinn verantwortlich, sondern auch die Alten oder Älteren, sodass Rituale immer so abgelaufen sind, dass auch jüngere Teilnehmer mit Inhalten auf eine Art und Weise konfrontiert waren, die sie auch verarbeiten und integrieren konnten. Heute übernehmen diese Rolle ältere und erfahre Gruppenteilnehmer von Ritualseminaren.

Rituale bewirken einerseits den Abstieg in die Tiefe, die Verbindung mit dem Unbewussten, der Seele, mit dem, was unserem Alltagsbewusstsein nicht zugänglich ist. Sie dienen aber auch dem Aufstieg in höhere Bewusstseinsebenen, um jeden Teilnehmer Erfahrungen, die der GEIST und höhere Formen des Bewusstseins machen können, wie Verbundensein, Einssein, Leere und Erleuchtung.“

Aus Übergangsrituale, Franz P. Redl